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Erweckung in Lübeck

Heinz Egleder:

Erweckung in Lübeck. Wo, bitte?

Beim Wort "Erweckung" denken wir an Berichte aus Indonesien, Südamerika, Afrika oder neuerdings China, wo Gott auch heute wie in biblischen Zeiten wirkt. Können wir uns Erweckung auch in Deutschland vorstellen? Vielleicht sogar in unserer Heimatstadt Lübeck?

Ein deutscher Missionar wurde einmal gefragt, warum seine Predigten in Afrika Tausende zur Buße leiten, in Deutschland jedoch nur Einzelne. Seine verblüffende Antwort: Das hat weder etwas mit meiner Person zu tun, noch mit meinen Zuhörern der zwei unterschiedlichen Kulturen. Jetzt schenkt Gott hier in Afrika Erweckung, weil Blutzeugen vor mir dies vorbereitet haben; in Deutschland wird auch noch Erweckung kommen.

Erweckung in Deutschland, in Lübeck? Seit Anfang des Jahres 2001 glauben wir daran. Und das nicht nur, weil wir uns an die vier Lübecker Blutzeugen erinnerten:  die katholischen Geistlichen Lange, Müller, Prassek, den evangelischen Pastor Stellbrink, die 1943 ermordet wurden.
Die Nazis enthaupteten den fünffachen Familienvater Karl Friedrich Stellbrink, weil er seine Stimme für Gott und gegen Hitler erhob - und weil er seine Predigten nicht widerrief, wie die Gestapo verlangte. Welche andere Stadt in Deutschland hatte im vergangenen Jahrhundert solche Blutzeugen?

Welche Großstadt hat Kirchtürme, die wie Finger hilfesuchend in den Himmel ragen? Tatsächlich ist dies städtebaulich einzigartig in Deutschland: eine Silhouette von Gotteshäusern, von sieben Türmen, weder von Hochhäusern noch von Fabrikschloten bedrängt.

Andererseits: Welche Stadt hat Erweckung so nötig wie Lübeck? Eine Stadt, in der jüngst wieder Gotteshäuser brannten (Anschläge auf die Synagoge und auf Sankt Vicelin). Eine Stadt, in der die großen Backsteinkirchen überwiegend als Museum und Kulturdenkmal Verwendung finden. Die sonntäglichen Gottesdienste aller Lübecker Kirchen, Freikirchen und Gemeinden sind gesellschaftlich so unbedeutend geworden wie nie zuvor in 700 Jahren.

Im Jahr 1989 beteten und fasteten Tübinger Christen für ihren Missionseinsatz irgendwo auf dieser Erde, wo Gott Erweckung schenken würde. Zu ihrer Verwunderung schickte Gott sie nicht nach Afrika oder Asien, sondern nach Lübeck. Auch unter Lübecker Christen war die Verblüffung groß, als die Tübinger Studenten von einer "Erweckung in Lübeck" sprachen.
War diese Erweckungsvision für Lübeck falsch? Hatten 1990 ein paar übereifrige Christen Gott missverstanden?
Damals versammelten sich mehr als 50 Lübecker mit den Tübingern vor dem Holstentor und beteten für Erweckung. Man schritt demonstrativ durch das Tor, um Lübeck für Gott einzunehmen. Nach ein paar Schritten allerdings verwehrte ein schmiedeeisernes Gitter den freien Zugang zur Stadt.

Heute ist die Situation eine andere: Das Eisengitter an den Stufen beim Holstentor ist längst abmontiert, der Zutritt zur Stadt ist frei - auch im geistlichen Sinne.
Gott hat Barrieren niedergerissen - selbst zwischen den christlichen Gruppen. Die Evangelische Allianz Lübeck mit Vertretern aus Landes- und Freikirchen ist im vergangenen Jahrzehnt ernorm erstarkt. Christliche Jugendgruppen treffen sich vermehrt zu gemeinsamen Veranstaltungen. Das "Gebet für Lübeck" - eine überkonfessionelle Gebetsgruppe, die seit zehn Jahren für ihre Stadt betet  - erlebt einen neuen Aufbruch: Bei einem Treffen Ende April 2001 wurde die Vision wieder erneuert, die Vision "Erweckung in Lübeck".

Unsere persönliche Überzeugung: Gott wird Tausende Lübecker zur Buße und Umkehr leiten, die Jesus Christus als ihren persönlichen Erretter annehmen. Denn Gott will Lübeck - Königin der Ostsee, Haupt der Hanse, Weltkulturerbe - ein weiteres Prädikat hinzufügen: Stadt der Erweckung. Und Blutzeugen haben diese Erweckung vorbereitet. Nicht nur die vier Märtyrer während der NS-Zeit, sondern noch etliche andere Männer und Frauen dieser Stadt. Allen voran der erste christliche Fürst von Alt-Lübeck, Gottschalk, er wurde 1066 vom heidnischen Lübecker Stadtgründer Cruto am Altar erschlagen.

Ist das nicht alles weit hergeholt? Wir meinen: nein. Wir erwarten eine gewaltige Erweckung. Wo, bitte? In Lübeck und Umgebung. Wann, bitte? In diesem Jahr. In diesem Jahrzehnt, wenn es Gott gefällt.

Heinz Egleder
Diplom-Soziologe
Journalist


25.08.2014
Dirk:

Danke, lieber Heinz, für Deinen so umfangreichen Beitrag!

Nein, ich denke, wir alle haben etwas Schwierigkeiten, uns das vorzustellen wie es sein wird, wenn wir aus unserem beschaulichen Gemeindeschlaf plötzlich wachgerüttelt werden und vor der Herausforderung stehen, unzählige Neugeborene versorgen zu müssen. Da werden wir alle sehr stark gefordert werden, die wir schon eine ganze Zeit mit Jesus gegangen sind. "Und obschon ihr der Zeit nach Lehrer sein solltet," heißt es in Hebr 5,12, "habt ihr wieder nötig, dass man euch gewisse Anfangsgründe der Aussprüche Gottes lehre, und seid der Milch bedürftig geworden und nicht fester Speise."

Nun, wer hat seine Lampe am Brennen und genügend Öl in seinem Vorrat, wer ist wirklich vorbereitet, eliche Glaubensbabys soweit anzuleiten und sie zu begleiten, bis diese ebenfalls anderen dienen können? "Gehet hin ... machet zu Jüngern ... tauft sie ... lehrt sie halten alles, was ich (Jesus) euch befohlen habe" (Mt 28,19); dies sind ganz klare Worte an uns Jünger - da muss jeder mit ran, wenn Tausende an die Tür deiner Gemeinde klopfen, das kann dann kein Pastor oder Leiter mehr alleine wuppen...
Also Achtung! - an alle: bitte bereite dich vor!

Es gibt betende Herzen, die sich nach 25 Jahren Gebet für Lübeck fragen, wann denn nun endlich mit den erbetenen und ersehnten geistlichen Aufbrüchen zu rechnen sei. Das sind berechtigte Fragen, und ich denke, dass Gott darauf auch ermutigende Antworten gegeben hat. Näheres hierzu siehe in folgenden Artikeln:








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